Projektname: Effects of the Interdisciplinary Basel Delirium and Dementia Prevention and Management Program DEMDEL
Forschungsteam: Wolfgang Hasemann*, Debbie Tolson, Rebecca Spirig, Jon Godwin, Reto W. Kressig, Doris Ermini-Fünfschilling, Irena Anna Frei.
Zusammenarbeit mit: Glasgow Caledonian University, Schottland, UK
Unterstützt durch: Schweizerische Alzheimer vereinigung Sektion beider Basel und Schweizerische Alzheimervereinigung
Projektbeschreibung: Abstrakt/Projektbeschreibung: Zwischen 6 und 56 Prozent aller älteren Patienten entwickeln im Verlaufe ihrer Hospitalisierung akute Verwirrtheitszustände (Delirien). 14 bis 24 Prozent sind bereits beim Eintritt delirant. Delirien sind Ausdruck einer akuten Veränderung in der Neurotransmission sowie Ausdruck gesteigerter Stressreaktion des Gehirns, ausgelöst durch Infektionen, Operationen oder Medikamente. Obwohl Delirien in jeder Altersgruppe möglich sind, zählen ältere Menschen und Menschen mit einer dementiellen Entwicklung zu den Hauptrisikogruppen. Schlechtere Therapieerfolge bei der behandelten Grunderkrankung, vermehrte Komplikationen, eine höhere Sterblichkeitsrate, eine sinkende Lebenserwartung, die Verschlimmerung einer vorbestehenden Demenz und grössere Pflegebedürftigkeit mit einem erhöhten Risiko der Einweisung in ein Pflegeheim können Folgen von Delirien sein. Im Multimethoden-Forschungsprojekt DEMDEL wird die Wirksamkeit des Basler Demenz-Delirprogramms auf die Delirentwicklung des kognitiv eingeschränkten Patienten in einem Davor-Danach-Vergleich untersucht. Zusätzlich werden Interviews mit Patienten und Pflegenden geführt. Die Studie wird auf vier Stationen des Bereichs Medizin des Universitätsspitals Basel durchgeführt. Basisdatenerhebung, Interventionen und Danach-Datenerhebung sind abgeschlossen.